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Beweggründe / Warum machen wir das?

Als ich mich Ende des Jahres 2016 noch einmal mit dem Thema "datenschutzfreundliche Messenger" befasste, stieß ich auf einen Artikel von Daniel Gultsch, der die Implementierung des OMEMO-Verschlüsselungsverfahren für XMPP vorstellte. Hui, dachte ich, endlich hat sich auch bei XMPP in dieser Richtung etwas getan, was jedermann auch ohne Krypto-Kenntnisse benutzen kann.

Mein ursprünglicher Gedanke war, diese frohe Botschaft im Freundes- und Bekanntenkreis zu verbreiten und zu versuchen, den einen oder anderen von Jabber zu überzeugen. Nachdem ich mit meinem Sohn hierüber gesprochen hatte stand jedoch ziemlich schnell fest, dass wir selbst einen Jabber Server betreiben wollen, weil es bestimmt mehr Gewicht hätte, nicht nur davon zu erzählen sondern aktiv einen Dienst anzubieten, von dem man auch persönlich überzeugt ist. So kam es, dass simplewire.de ins Leben gerufen wurde und der Server am 12.07.2017 offiziell an den Start ging.

Seitdem hat sich viel getan und vor allem die Conversations App hat sich mehr als vorbildlich entwickelt. Ebenfalls sehr froh bin ich über den tollen Webclient "Conversejs", der übrigens ohne die Kopplung an ein Smartphone auskommt.


Schauen wir uns die Jabber Features einmal an:

  • kein Hochladen des Telefonbuches auf irgendwelche Server
  • Lese- u. Empfangsbestätigungen für Nachrichten
  • Zitieren von Nachrichten
  • Hervorhebung von Text (fett, kursiv, durchgestrichen)
  • Bilder, Video, Sprachnachrichten teilen
  • Standort teilen
  • die verschiedenen Möglichkeiten einen Gruppenchat anzulegen (öffentlich, privat, mit/ohne Passwort, ...)
  • Anwendungen (Clients/Apps) für quasi jedes Betriebssystem plus Webchat, der losgelöst von einem Smartphone funktioniert
  • dezentrale Serverstruktur (kein in sich geschlossenes System)
  • allein in Deutschland dutzende Tip-Top Jabber Server, deren Betreiber allerhöchsten Wert auf Datenschutz legen

Also ich finde, dass in Summe die Vorteile gegenüber einer "Alternative aus der Fachpresse" deutlich überwiegen. Gerade im Hinblick auf die dezentrale Struktur hat doch Jabber gegenüber den "Alternativen" deutlich mehr zu bieten, da man selbst entscheiden kann, welchem Jabber Serverbetreiber man sein Vertrauen schenkt. Das machen wir doch bei E-Mail genau so und niemand von uns würde sich den E-Mail Anbieter vorschreiben lassen - oder?!


Über eine weitere Tatsache sollte man sich ebenfalls bewußt werden: Sobald es etwas im Internet "kostenlos" gibt, bezahlt man mit seinen Daten. Ausnahmen von dieser Regel gibt es leider sehr wenige. Das ist beim Messaging so und übrigens auch bei vielen Freemail-Anbietern.
Aber das ist ja eigentlich auch klar, oder? Schließlich bekommen diese Anbieter für ihre Leistung, die ja durchaus in guter Qualität erbracht wird, keinen einzigen Cent von den "Geiz ist geil Usern". Also darf man auch nicht überrascht sein, wenn dafür im Gegenzug beim Datenschutz gespart wird.
Man muss ja nur mal kurz überlegen, ob man beim Metzger, wenn man nach 100 gr. Wurst verlangt, dafür aber nichts zahlen möchte, tatsächlich Wurst bekommt?


Nun drängt sich natürlich die Frage auf, wie wir das handhaben, weil unser Dienst ebenfalls kostenlos ist:
Meine Motivation diesen Dienst anzubieten entstand einzig und allein daraus, den Menschen eine datenschutzfreundliche Messaging-Alternative anzubieten und Teil des Jabber-Netzwerkes zu werden. Gerne darf und soll auch die Datenschutzerklärung hierzu gelesen werden - da steht's ja Schwarz auf Weiss.
Und weil man wahrscheinlich niemanden von Jabber überzeugen kann, wenn der Dienst etwas kosten würde, biete ich es kostenlos an - zumal mein Taschengeld das gerade noch so hergibt :-)

Und natürlich bin ich froh und dankbar über jeden, der mich bei meiner Arbeit unterstützen will.
Das kann man hier tun: Unterstützung


Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Jabbern und wenn es Euch gefällt, empfehlt es weiter!


Beste Grüße
Michael Dietrich